23 November 2006

Alles Model oder was?

Früher mal hatte man, Frau auch, einen Beruf und dann vielleicht noch irgendeine Nebenbeschäftigung, die zusätzlich etwas Geld einbrachte. Und fragte man jemanden nach seiner Karriere, wurde die Reihenfolge in etwa so gehalten: Ich bin Buchhalterin und ab und zu verkaufe ich auch noch Versicherungen.

Vor allem bei jüngeren Frauen klingt das heute anders. Grob geschätzt, modelt jede Zweite, stellt diese Nebenkarriere aber konsequent an die erste Stelle: Ich modle viel, ja, eigentlich bin ich Model, arbeite aber tagsüber als Buchhalterin.

Das ist weder gut noch schlecht, es fällt mir einfach auf, wie viele Freizeit-Models da unterwegs sind. Und ich frage mich: Wenn alle dauernd am Modeln sind, wofür braucht denn diese Welt so viele Models, die sich alle ins beste aller Lichter rücken?

Nein, ich mache mich nicht lustig über Hobby-Models, ich bin zuweilen nur erstaunt, wie viele Frauen den Traum einer Model-Karriere träumen. Und sich auch gleich als Model bezeichnen, lange bevor erste Aufträge in Sicht sind. Klar, Model zu sein ist cool und trendy und wer diese Etikette trägt, präsentiert sich damit auch mit einem Hauch des Glamours, der von der realen Model-Szene herüberweht. Wobei sich diese reale Welt ziemlich hart dreht und nur für ganz Wenige Plätze auf den einträglichen Podesten bereithält. Und auch für diese Wenigen ist der Job oftmals mit Knochenarbeit und Verzicht verbunden.

Wie auch immer: Es modle jeder und jede, die möchte, die Welt verträgt ja schliesslich innere und äussere Schönheit, gar nichts dagegen zu sagen. Und Chancen gibt’s immer. Meist weniger im Catwalk-Bereich, mehr in den Sparten Typen und Gesichter, in jeder Altersgruppe. Weil da nicht Perfektion und Schönheit, sondern Originalität und Eigenständigkeit im Vordergrund stehen. Wer mag, kann mal einen Blick auf unsere Jobseite werfen, und wer Lust hat, kann sich in die Casting-Kartei eintragen. Natürlich kostenlos. Dort werden keine Stars geboren, aber immer mal wieder Alltags-Menschen gesucht. Typen und Gesichter eben. Das sind dann auch Models. Und manchmal sogar solche mit Aufträgen.

14 November 2006

Diamanten entstehen unter hohem Druck!

Diese Erkenntnis erstaunt jetzt erstmal keinen - ich bin kein Diamantenhändler und überall ist nachzulesen, wie die hochwertigen Glitzersteine zu dem werden, was sie für uns sind.

Kürzlich habe ich jemandem zugehört, der über innere Defizite gesprochen hat. Oder besser: Über Defizitgefühle. Also empfundene Lücken, die wir gerne gefüllt haben möchten. Mit materiellen oder mit immateriellen Dingen. Der eine empfindet einen nicht vorhandenen 5er BMW als Defizit, der andere vielleicht fehlende Anerkennung im Job.

Jedenfalls, und das ist das Spannende, Defizitgefühle sind nicht unbedingt ein Problem, sondern möglicherweise ein Segen. Klingt paradox? Nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick: Defizitgefühle werden oftmals zum entscheidenden Erfolgsmotor. Was uns fehlt, das wollen wir haben. Was wir sehr gerne haben wollen, das treibt uns an, erzeugt Druck und mobilisiert Kräfte, die sonst ungenutzt geblieben wären. Und richtig kanalisiert führen diese Kräfte zu konkreten Handlungen, die uns dem Objekt der Begierde etwas näher bringen. Ob BMW oder Anerkennung oder neue Erfolge in ganz anderen Bereichen.

Und was will ich jetzt eigentlich damit sagen?

Schlicht das Folgende, weil mir die sinngemäss so gehörte Bemerkung gefallen hat:

Diamanten entstehen unter hohem Druck! Erfolge oftmals auch!

Die Erkenntnis an sich ist nicht neu, aber das Bild ist gut. Als augenfällige Rezeptur, wie Defizitgefühle zu BMWs und Erfolgen werden können.

Mehr zum Thema jederzeit auf unserer Website.

09 November 2006

Ich geh' jetzt Büsche schneiden...

Ich weiss, ich weiss, meine Büsche interessieren jetzt erstmal keinen. Obwohl, mit Job und Arbeit hat das schon was zu tun. Auch wenn ich keine Gärtnerin bin. Eigentlich gerade deshalb! Und mehr, als man denken könnte.

Ursula, eine meiner Lieblingsfreundinnen, die hat einen grünen Daumen. Einen sehr grünen. Den habe ich nicht. Und bevor ich über wehrlose Pflanzen herfalle, erteilt mir Ursula jeweils in strengem Ton Anweisungen und versieht mich mit tausend guten Tipps: Die Grüne da noch nicht, den Roten gar nicht, sonst blüht nächstes Jahr nichts mehr, die Gelbe da aber sofort und bei denen da immer 1 Zentimeter über den Knospen...

Nach all den gut gemeinten Ratschlägen bin ich völlig verwirrt und kann einen Gummibaum nicht mehr von einem Rosenstrauch unterscheiden. Dann betrete ich jeweils mutig und mit Schere bewehrt die Scholle und mache etwas sehr Einfaches:

Was ich verstanden habe, was mir einleuchtet und was mir geblieben ist, das versuche ich zu befolgen. Alle anderen Fragezeichen und Verwirrungen werfe ich über Bord und mache den Job so gut ich eben kann, Fehler inklusive, die eine Nicht-Gärtnerin ohne grünen Daumen halt so macht. Und meist kommt was Gutes dabei raus: Aus den Erfahrungen anderer habe ich gelernt, so weit es mir möglich ist. Vor allem aber mache ich meine eigenen Erfahrungen. Jeder Busch, den ich falsch „behandelt“ habe, wird mir nächsten Frühling seine Antwort geben. Unmissverständlich! Jeder Strauch, den ich genau richtig präpariert habe, wird dasselbe tun. Die einen blühen ganz wunderbar und bedanken sich damit für professionelle Pflege, andere streiken eine Saison lang und sagen damit plakativ: Tu das nie wieder, ich brauche was anderes. Und diese sichtbaren Früchte meiner Arbeit, die werden mir in Erinnerung bleiben. Glauben Sie mir, der nächste Schnitt wird anders. Aus eigener Erfahrung in der Praxis. Busch und Gärtnerin lernen schliesslich dazu. Im Leben, im Garten und im Job.

Es ist Herbst, ich geh’ jetzt Büsche schneiden...



PS
Früher habe ich Büsche schneiden gehasst. Das hat man den Ergebnissen gut ansehen können. Heute mach' ich's gerne. Irgendwie kreativ, etwas Lebendiges zu gestalten. Auch das sieht man den Ergebnissen an. Wenn Sie dem Unterschied zwischen Lust- und Frustarbeit fünf Minuten lang auf den Grund gehen möchten, werfen Sie einen Blick auf diese Seite.

06 November 2006

In 30 Sekunden Millionär?

Schon erstaunlich – tausend Angebote finde ich im Internet und darüber hinaus, die alle mein Glück wollen. Schnelles Geld wird mir da versprochen. Ohne Arbeit, ohne Blut, Schweiss und Tränen darf ich nur noch Geld zählen, sagt man mir. Jeder kann’s, jeder will’s und so werden alle ganz schnell reich.

Der Haken an der Sache: Erst muss ich eine Handvoll Euros (oder auch zwei) rüberschicken, um das Rezept für den schnellen Reichtum zu erwerben. Mach ich das, werde ich aller Voraussicht weder reich noch glücklich, meistens bloss um eine Illusion und eine Handvoll Euros ärmer.

Ein paar hundert gute Angebote gibt’s allerdings auch im Internet. Durchdacht, seriös und mit etwas Hintergrund. Die muss man sich suchen und die sind auch zu finden. Oft daran zu erkennen, dass wirklich eine konkrete Idee oder ein Produkt im Vordergrund steht und nicht bloss Versprechungen. Und auch daran, dass der Anbieter den Weg vom Start bis zum neuen Reichtum nicht in Sekunden beziffert, sondern in Wochen und Monaten. Und von Arbeit und Aufwand ist meistens auch die Rede. Also von der Tatsache, dass Erfolg wirklich machbar ist, in aller Regel aber halt doch irgendwie erarbeitet werden muss. Ohne Blut, Schweiss und Tränen – Freude und Leidenschaft genügen schon.

Also, viel Glück bei der eigenen Suche nach wirklich guten Angeboten. Es gibt sie. Und Vorsicht mit Bauernfängereien. Die gibt’s auch. Und wer auf der sicheren Seite operieren möchte, der entwickelt seine Geschäftsidee am besten gleich selbst. Das geht. Unser neues Starter-Kit macht fit fürs eBusiness und hilft Ideen zu finden. Praktikable Ideen, die dann auch zu einem selbst passen. Klar, das ist mit Arbeit verbunden. Aber etwas Zeit aufwenden, um das eigene Glück zu schmieden, kann sich ja schon lohnen. Weil: Erfolg ist tatsächlich machbar, wird aber selten pfannenfertig frei Haus geliefert!


Übrigens!

Einen Blick auf das Starter-Kit können Sie hier werfen.

01 November 2006

Perfekt, ist das gut genug?

Klar, wäre prima, ist aber nicht möglich!

Wer einen Job macht, irgendeinen, das kann auch ein Projekt sein, irgendeines, der kann wählen, ob er den Job schlecht, gut oder vielleicht noch sehr gut macht. Perfekt ist nicht schaffbar, Perfektion hat was Unmenschliches, Perfektion kriegen nur Maschinen und Computer zustande. Manchmal nicht mal die.

Daran muss ich immer denken, wenn Leute irgendeinen gemachten Job abliefern. Die einen sind stolz, freuen sich zumindest, haben was Gutes gemacht und tauchen befriedigt in ihren Feierabend ein.

Andere haben den Job schnell, schnell hingeschluddert, haben kein Herzblut vergossen, nur Zeit gespart, die sie für den nächsten Schludderjob nutzen und bleiben irgendwie unbefriedigt. Weil sie in gewisser Weise nie etwas fertig machen, sie bleiben auf halber Strecke stehen und liefern ab.

Schade, jeder Job verdient es, gut gemacht zu werden. So gut, wie es halt geht. Will man das nicht, könnte man’s auch gleich sein lassen.

Was ich damit sagen will: Wer sein Bestes gibt, der macht einen Job gut. Und gut ist allemal gut genug. Vielleicht gelingt der Job sogar sehr gut. Sehr gut ist der Gipfel der Qualität, der oftmals erreichbar ist. Der Lohn der Arbeit liegt auch im guten Gefühl der persönlichen Befriedigung, die sich immer dann einstellt, wenn jemand versucht hat, mit seinen Möglichkeiten das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Und diese Haltung, das Beste zu wollen, die führt auch dazu, dass immer häufiger das Beste tatsächlich gelingt. Und wer sein Bestes gibt, der kommt einfach weiter, persönlich und geschäftlich. Immer! Meist sind diese Bestwollenden auch sehr angenehme Menschen, mit denen man gerne arbeitet und auf die man sich verlassen kann.

Perfekt ist also nicht gut genug, das ist zuviel. Aber gut darf’s schon sein. Dem Job und auch sich selbst zuliebe!