27 März 2007

Die Börse lebt von Hoffnungen und Ängsten.

Erstaunlich, aber wahr: Nun gibt's die Börse schon so lange und noch immer hat sie keine Vernunft gelernt. Weder hierzulande noch anderswo. Kein Wunder: Kurse werden noch weniger von realen Ereignissen angetrieben, vielmehr von Hoffnungen und Ängsten.

Gerüchte über steigende Zinsen lassen die Kurse fallen. Vermutete Arbeitsmarktdaten, befürchtete Konsumentenbefindlichkeiten oder Kriegsängste ebenfalls. Gerüchte und Vermutungen in die andere Richtung schaffen Raum für Euphorie, die Kurse schnellen hoch. Zu viel Euphorie wird vielen unheimlich, die realisieren gleich ihre Kursgewinne, das stoppt den Höhenflug wieder.

Klar, reale Ereignisse gibt's auch, die Börsenkurse beeinflussen. Bloss hinken diese Ereignisse den Erwartungen, Gerüchten, Hoffnungen und Ängsten meist deutlich hinterher. Treten sie ein, die Ereignisse, sind die Kursausschläge schon vorweggenommen und die Auswirkungen sind geringer, als sie eigentlich sein müssten.

Man könnte auch sagen: Solange sich Hoffnungen und Ängste die Waage halten, sich gegenseitig in Schach halten, dann bleibt die Börse im Lot. Gewinnt die eine oder die andere Stimmung Oberhand, dann kracht's in aller Regel.

In gewisser Weise also, genau so wie im richtigen Leben: Hoffnungen beflügeln und treiben zu Höchstleistungen an. Ängste blockieren, lähmen und streuen Sand ins Getriebe der Wirtschaft.

Eine Frage bleibt offen, die Frage nach der Reihenfolge von Huhn und Ei. Also, führen Stimmungen, gute oder schlechte, zu den erwarteten Ereignissen? Oder sind es die tatsächlichen Ereignisse, die jeweils die passenden Stimmungen produzieren? Spannend wäre, das zu testen. Indem alle rund 6 Milliarden Menschen der Erde ein Jahr lang nur positiv denken würden, sich nicht unterkriegen lassen und ihre Hoffnungen konsequent behalten würden. Ende eines Jahres wüsste wir anhand konkretet Ergebnisse, was diese Stimmung der Welt gebracht hat.

Das geht jetzt nicht, aber der Versuch im Kleinen könnte sich auch lohnen: Bleiben Sie auf der Spur und hartnäckig, lassen Sie sich Ihren Schneid nicht abkaufen und bleiben Sie sicher, dass Sie "es" schaffen werden. Eine Garantie kann ich Ihnen heute schon geben. Wenn Sie das schaffen, dann haben Sie die Welt nicht aus Angeln gehoben, aber Ihre persönlichen Realitäten haben sich verbessert. Mit Sicherheit! Was meinen Sie, ein Selbstversuch kann doch nicht schaden!? Start heute, Austausch von Erfahrungen und Ergebnissen in einem Jahr. Gleiche Zeit, gleicher Ort - einverstanden?