Fensterplatz im Kaffeehaus

Gerade noch rechtzeitig konnte eine Katastrophe nationalen Ausmasses abgewendet werden!
Die notleidenden Kaffeehausbetreiber in der Schweiz haben in den Medien laut nachgedacht. Darüber, wie sie ihre sinkenden Erträge verbessern könnten. In erster Lesung haben sie zwei konkrete Massnahmen ins Auge gefasst:
1. Jeder Gast muss für mindesten fünf Schweizer Franken konsumieren. Egal was, unter einem Fünfer kommt keiner raus.
2. Fensterplätze im Café gibt’s nur gegen Zuschlag. Wer rausgucken möchte, der soll blechen.
Nicht auszudenken, die etwas brachiale Notwehr-Strategie wäre konsequent weiter- und zu Ende gedacht worden. Mit neuen Tarifen für alle genutzten Services: Zum Beispiel 2 Franken fürs entspannte Zeitunglesen, 3 Franken für den Besuch der Toilette, vielleicht noch 4.50 für den kurzen Flirt mit der Bedienung, als Sparpaket ohne Flirt nur 1.50 für ein freundliches Lächeln...
Gegenoffensive: Die sonst eher uneinige Bevölkerung schreit im Chor auf und steht zusammen wie ein Mann! Mediale Berichterstattung auf breiter Ebene, unisono ins gleiche empörte Horn blasend, Arbeitstitel: Schuss in die Kaffeetasse!
Entwarnung: Der Verband der Kaffeehausbetreiber hat ein Einsehen, rückt ab vom preistreibenden Tun und begibt sich nun auf den Pfad des kreativen Marketings. Originelle Ideen sind gefragt. Die sind auch zu finden. Und ich werde zu den ersten Gästen gehören, die Service und gute Ideen mit freiwilligem Mehrkonsum honorieren. Bis bald also im Kaffeehaus!

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