07 Oktober 2006

Spass- oder Hassarbeiter?

Rund 80 Prozent aller irgendwie Arbeitenden mögen ihren Job nicht, sagen aktuelle Umfragen. Das ist übel, weil wir immerhin so um die vierzig Jahre lang arbeitenderweise am Ball bleiben. Viel zu lange, um all die Zeit mit Dingen zu verbringen, die wir nicht mögen!

Viel übler aber noch ist die etwas leidenschaftslose Haltung dem Job gegenüber: Von Liebe nicht zu reden, von Hass auch nicht. Keine Leidenschaft in Sicht, die Befragten beschränken sich darauf, ihren Job einfach nicht zu mögen. Das ist zuwenig! Oder auch zuviel, je nach Betrachtung.

Wer seinen Job wirklich hasst, der wird aktiv und versucht, einen unerträglichen Zustand positiv zu verändern. Wer seinen Job liebt, der ist fast zwangsläufig erfolgreich, weil er etwas tut, was ihm Spass macht. Beides ist gut - das eine, weil's neue Bewegung bringt, das andere, weil da ein Spassarbeiter am Werk ist. Einzig die etwas flügellahme Regung des passiven Nichtmögens gehört abgeschafft. Die blockiert jede Bewegung. Zu schwach, um aktiv zu werden und zu stark, um glücklich zu sein. So was wie ein Schwebezustand im Nirgendwo.

Sollten Sie also Teil der unzufriedenen Mehrheit sein: Werden Sie Hassarbeiter oder Spassarbeiter! Das eine für kurz, das andere für lange. Und beides mit Leidenschaft. Morgen ist ein prima Tag, um gleich damit zu beginnen. Das Leben ist einfach zu kurz für halbe Sachen und viel zu lange, um nicht gelebt zu werden.


Die kleine Ode an die Leidenschaft